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Vatikan AG
Vatikan AG
Ein Geheimarchiv enthüllt die Wahrheit über die Finanz- und Politskandale der Kirche

von Gianluigi Nuzzi
356 Seiten; 215 mm x 150 mm
2010 Ecowin Verlag
ISBN 978-3-902404-89-3

22.50 EUR (inkl. USt.) 
Versand- oder abholbereit innerhalb 48 Stunden

Langtext
Die unerhörte Geschichte, die hier erzählt wird, stützt sich auf ein umfangreiches Geheimarchiv, das in der Schweiz lagerte und hier erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Viertausend geheime Dokumente des Heiligen Stuhls Briefe, vertrauliche Mitteilungen, Aktennotizen, Protokolle, Kontoauszüge und Buchungsbelege gewähren einen Blick hinter die Kulissen des vatikanischen Finanzsystems. Die Dokumente stammen aus dem Nachlass Monsignor Renato Dardozzis (1922 2003), bis Ende der neunziger Jahre einer der wichtigsten Mitarbeiter des IOR ( Institut für die Werke der Religion ), wie die Vatikanbank offiziell heißt.
Ende der achtziger Jahre schien mit dem Crash der Ambrosiano-Bank, der rätselhaften Ermordung Roberto Calvis und Michele Sindonas und dem Rückzug von Erzbischof Marcinkus aus der Leitung des IOR der Schlussstrich unter ein unrühmliches Kapitel der Vatikanbank gezogen. Aber dann so beweisen die Dokumente aus Dardozzis Archiv begann alles wieder von vorn. Seit 1992 entstand ein neues, noch raffinierteres System mit Nummernkonten, über die Hunderte Milliarden Lire verschoben wurden. Architekt dieses Netzwerks war Prälat Donato de Bonis, der neue Chef der Vatikanbank. Er legte Konten auf den Namen von Bankiers, Unternehmern und Spitzenpolitikern an, unter ihnen Omissis , der Codename Giulio Andreottis.
Auf diese Konten wurden Erlöse aus Staatspapieren eingezahlt, um schmutziges Geld zu waschen. Auch in den Mega-Korruptionsskandal Enimont war die Vatikanbank verwickelt. Sogar Gelder gläubiger Katholiken, die für heilige Messen bestimmt waren, wurden mit geschickten Manövern auf persönliche Konten transferiert.
Das IOR funktionierte wie eine Bank innerhalb der Bank, eine gigantische Geldwaschanlage mitten in Rom, die von der Mafia genutzt und skrupellos für politische Machenschaften eingesetzt wurde. Ein Steuerparadies, das allein der Gesetzgebung des Vatikans unterworfen war. Und das alles im Namen Gottes.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern
Gianluigi Nuzzi arbeitet als investigativer Journalist bei der italienischen Zeitschrift „Panorama“, zuvor war er für die Tageszeitungen „Corriere della Sera“ und „Il Giornale“ tätig. Seit 1994 verfolgt er die Polit- und Finanzskandale Italiens. Im Frühjahr 2008 erhielt er Zugang zum Geheimarchiv Monsignor Dardozzis.

Besprechung
"Teuflische Verhältnisse" (Süddeutsche Zeitung, 10. 4. 2010)

"Einblick in die geheime Welt der Geldwäscher Gottes. Die plötzliche Abberufung von Vatikan-Bankchef Angelo Caloia durch Papst Benedikt XVI. lag zeitlich auffallend nah beim Erscheinungsdatum." (Der Standard, 25. 3. 10)

"Das Buch Vatikan AG liest sich wie ein Verschwörungsroman von Dan Brown (Sakrileg). Es geht um Geld- und Machtgier und die Schwarzgelder von Mafiosi und korrupten Politikern bei der Vatikanbank." (Kurier, 25. 3. 10)

"Eine unheilige Allianz mit der Mafia. Das Enthüllungsbuch des italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi liest sich wie ein Krimi." (Nürnberger Nachrichten, 27. 03. 10)

"Politiker-Schmiergelder, Mafiakonten - das klingt nach einer Verschwörungstheorie, aber ist offenbar das tägliche Geschäft der Vatikanbank. (...) Der Vatikan schweigt, das Buch verkauft sich rasend schnell." (Abendzeitung, 9. 4. 2010)


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Fachbuch




















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