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Memories
 | Memories
von Marianne Faithfull; David Dalton 319 Seiten; 16 Farb- u. SW-Bildtaf.; 215 mm x 135 mm 2009 Blanvalet ISBN 978-3-7645-0306-2
| 20.60 EUR (inkl. USt.) | | | Sofort verfügbar oder abholbereit |
| Langtext Ihr Leben war ein Tanz auf dem Vulkan. Marianne Faithfull erzählt, wie man den Ausbruch überlebt Marianne Faithfull kannte sie alle, und alle kannten sie: Die größten Rock-Legenden und Künstler der wilden Sechzigerjahre. Mick Jagger, die Beatles, Bob Dylan, Allen Ginsberg, William Burroughs. Sie galt als das exzentrische und intellektuelle Groupie dieser legendären Zeit. Sie reizte das Leben bis zum Anschlag aus und ging durch alle Höhen und Tiefen, feierte selbst riesige musikalische Erfolge und lebte als Junkie auf der Straße. Entzug, Krebs und immer wieder ein Neuanfang.
Heute ist Marianne Faithfull ein anderer Mensch. Mit ebenso vielen Facetten. In diesem Buch erinnert sie sich, erzählt, träumt und zeigt sich von ihrer nachdenklichen Seite. Und entführt ihre Leser in eine andere Welt. Eine Welt, in der das Jetzt gelebt und nicht alles geplant wurde. Ein Leben mit einer Intensität, die nachdenklich stimmt - und vor allem eines hinterlässt: Gänsehaut. Marianne Faithfull geht ihr neues Leben mit Optimismus an. Und der Leser spürt es hingerissen in jeder Zeile.
Eine Autobiografie wie ein Road-Movie - wild, intensiv und mitreißend!
Das Feeling einer ganzen Generation - nicht nur für Faithfull-Fans.
Besprechung "Ein Schatzkästchen voller Erinnerungen - Einfach bezaubernd!" (The Observer)
Textauszug "Seitdem mein letztes Buch entstanden ist Wo anfangen? Nun, vielleicht dort, wo ich aufgehört hatte - kurz bevor ich mich daranmachte, The Seven Deadly Sins aufzunehmen. Und um diese Zeit herum beschäftigte ich mich natürlich auch mit den Folgen. Es ist schon verrückt, welche Erwartungen die Leute haben, wie du sie in einem Buch darstellst. Ich versuchte ehrlich zu sein, aber das hat nicht immer allen gefallen. Ein paar Leute regten sich darüber auf, was ich gesagt hatte - hauptsächlich über sie. Vermutlich hätte ich schreiben sollen: "Ich verdanke alles A." Oder: "Ohne B -hätte ich nie ." Nun, tut mir leid, aber so ein Buch war das nicht. Wenn ich eins aus meinem letzten Buch gelernt habe, dann, dass es ziemlich gefährlich ist, die Vergangenheit heraufzubeschwören. Einer, dem das Buch wirklich gut gefallen hat, war Keith. Natürlich sind er und Dylan die Stars des Buchs, weshalb es auch nicht verwundert. Überrascht hat es mich, als Bob nuschelte, es habe ihm nicht besonders gefallen. "Das ist doch wohl nicht dein Ernst?", sagte ich. "Du bist doch verflixt noch mal der Star dieses Buchs! Dummkopf!" Wie auch immer, die vierzehn Jahre, seit es dieses Buch gibt, sind in vielerlei Hinsicht eine ziemlich harte Zeit gewesen. Ich habe den Tod vieler guter Freunde miterlebt. Denny Cordell und Tony Secunda beispielsweise, die beide dafür verantwortlich waren, dass ich mein erstes Buch in Angriff genommen habe, sind von uns gegangen. Dennys Anstoß zum Schreiben bestand daran, dass er mir Jenny Fabians Groupie in die Hand drückte, ein Buch, das ich aber bereits gelesen hatte. Ich warf nur einen Blick darauf und sagte: "Nein, Denny! Nein, so wird es nicht sein. Auf keinen Fall!" Und war es dann auch nicht. Denny war ein legendärer Produzent und A-&-R-Mann. Er produzierte Joe Cocker, die Moody Blues, Leon Russell, Tom Petty, Bob Marley, Toots und viele andere. Dennys Krankheit war schrecklich, und sie zog sich hin. Während seiner Zeit als Mädchen für alles bei Chet Barker infizierte Denny sich mit Hepatitis C. Ein Jahr lang nahm er Heroin, aber schließlich holte die Krankheit ihn doch ein. Auch ich hatte einen Anfall von Hep C. Ein Jahr lang war ich völlig fertig, aber zu der Zeit, als ich mich damit ansteckte, hatte man die Behandlungsmethode verbessert und setzte Interferon und andere Arzneien ein, die noch nicht zur Verfügung standen, als Danny krank wurde. Tony Secundas Tod kam unerwartet. Tony war der weitsichtige Agent meiner Autobiografie und ein wunderbarer Manager alter Schule im Umgang mit Verrückten. "Sailor Sam", wie McCartney ihn in "Band on the Run" nannte, managte Procol Harum, die Move, T Rex und für kurze Zeit auch mich mit boshafter Provokation und viel Elan. Und ein paar Jahre später starb auch die arme Frankie, das verrückte Mädchen, das er geheiratet hatte. Es hätte genauso gut mich treffen können! Keine Ahnung, wie ich selbst es so weit schaffen konnte. Mehr davon später. Das Traurigste am Altwerden ist das Hinscheiden deiner Freunde und Geliebten. Gene Pitney starb. Ich mochte Gene, er war eine echte Nummer, aber warum musste er so jung sterben? Er trank nicht und nahm sein Leben lang keine Drogen. Dass das arme Schwein ausgerechnet in Cardiff sterben musste, ist schon allerhand. Für seine Arbeit zolle ich ihm Hochachtung und Respekt, aber was für eine Art, sich seiner sterblichen Hülle in so einer Stadt zu entledigen. Dann verloren wir nach und nach unsere Eltern. Mein Vater starb 1996 - meine Mutter Eva war bereits 1992 gestorben. Keiths Papa Bert, den ich sehr gern gehabt habe, starb kürzlich, und auch Micks Vater ist vor Kurzem gestorben - was war das für ein freundlicher und sanfter Mann. Für Mick war dies ein sehr einschneidender Moment. Und ich muss sagen, dass sowohl seine Mama als auch sein Papa sehr nett zu mir waren, obwohl ich, nun, sagen wir es geradeheraus, ein absoluter Albtraum gewesen sein muss. Mich schaudert, wenn ich daran denke...."
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