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Die Durchschnittsfalle

von

Markus Hengstschläger

 

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Feuerträne
Feuerträne
Band 1

von Chris D'Lacey
Übersetzt von Petra Koob-Pawis
317 Seiten; m. Illustr. v. Nora Nowatzyk; 183 mm x 125 mm; ab 10 Jahre
2010 Cbj
ISBN 978-3-570-28009-6

8.20 EUR (inkl. USt.) 
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Hauptbeschreibung
Ein ganz besonderer Drache


Als der Student David in den chaotischen Künstlerhaushalt von Liz Pennykettle und ihrer Tochter Lucy zieht, spürt er sofort, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Welches Geheimnis die beiden vor ihm zu verbergen versuchen, begreift er jedoch erst, als er Bekanntschaft mit Gadzooks macht, einem ganz besonderen Drachen …


Drachenfantasy mal anders – Band 1 der Trilogie.

Langtext
Als David in den chaotischen Künstlerhaushalt von Liz Pennykettle und ihrer Tochter Lucy einzieht, spürt er sofort, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht: Überall im Haus wimmelt es nur so von merkwürdig aussehenden Drachen aus Ton. Sie sitzen auf Fensterbänken, Klospülungen und Treppenabsätzen und wohin David auch geht, immer hat er das Gefühl, von ihnen beobachtet zu werden. Eines Tages macht er dann Bekanntschaft mit Gadzooks, einem ganz besonderen Drachen, und kommt dem Geheimnis der Pennykettles endlich auf die Spur ...

Biografische Anmerkung zu den Verfassern
Chris D’Lacey wurde 1949 auf Malta geboren. Heute lebt er mit seiner Frau und seiner Taube Scruffy in Leicester. Für seine Kinderbücher erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Unter anderem war er mit seinem Debütroman "Fly, Cherokee, Fly" für die renommier

Besprechung
"Unglaublich mitreißend!" (The Times)
"Ein warmherzig und humorvoll geschriebener Kinderroman, in dem Fantasie groß und Fantasy klein geschrieben wird." (Der Tagesspiegel)

Zitat aus einer Besprechung
„Unglaublich mitreißend!”

Textauszug
Willkommen im Wayward Crescent


Da wären wir also", sagte Mrs Pennykettle und blieb vor der Tür des Zimmers stehen, das zu vermieten war. Sie faltete die Hände zusammen und lächelte.
Der junge Mann neben ihr nickte höflich und nestelte an
dem Riemen seiner Umhängetasche. "Sehr schön. Hmmm, könnten wir mal einen Blick hineinwerfen...?"
"Früher war das unsere Abstellkammer", ertönte plötzlich eine Stimme hinter ihnen.
Mrs Pennykettle stöhnte leise.
Der Besucher drehte sich um. Ein junges Mädchen lehnte an der Küchentür. Sie trug alte Jeans, ein schmuddeliges blaues T-Shirt und an den Sohlen ihrer Turnschuhe klebte nasses Gras. "Jetzt ist unser ganzer Krempel auf dem Dachboden."
"Und wo bist du gewesen?", fragte Mrs Pennykettle.
"Im Garten", antwortete das Mädchen. "Ich habe Conker gesucht."
"Conker? Sind das so was wie Kastanien?", fragte der junge Mann.
"Nein", antwortete das Mädchen und rollte mit den Augen.
Mrs Pennykettle stieß einen Seufzer aus und machte die beiden miteinander bekannt. "Das ist meine Tochter Lucy. Ich fürchte, Sie werden sich an sie gewöhnen müssen. Lucy, das ist David. Er möchte sich das Zimmer anschauen." Lucy kaute an einer Strähne ihres strohblonden Haares herum und musterte den Besucher von Kopf bis Fuß. Ihre Mutter wandte sich wieder dem jungen Mann zu. "Wir haben uns sehr viel Mühe gegeben mit dem Zimmer. In der Ecke steht ein Tisch, mit einer Leselampe, und ein Kleiderschrank ist auch da, den haben wir gebraucht gekauft. Das Bett ist nicht besonders neu, aber es wird schon gehen. Sie müssen nur auf die kaputte Feder in der Mitte achten." "Mam?" "Was ist?"
"Warum hörst du nicht auf herumzuquatschen und zeigst ihm endlich das Zimmer?" Entschlossen stapfte das Mädchen durch die Diele auf die beiden zu. "Meine Mutter ist nicht immer so", erklärte sie David. "Es ist nur, weil wir noch nie einen Mieter hatten." Ehe ihre Mutter etwas erwidern konnte, hatte Lucy die Tür aufgestoßen. David lächelte Lucy dankbar an und trat ein. Frischer Lavendelduft erfüllte den Raum und das sanfte Klimpern eines Windspiels erklang. Alles war wunderbar, genau so, wie Mrs Pennykettle es geschildert hatte. Außer . "Was ist das?" David zeigte auf einen unförmigen Wulst im Bett.
Elizabeth Pennykettle stöhnte verlegen auf. Eilig durchquerte sie das Zimmer und ihr Oberkörper verschwand unter der rot gemusterten Bettdecke.
"Das ist Bonington, unser Kater", sagte Lucy und grinste. "Er versteckt sich gern unter Sachen - Zeitungen, Bettdecken und so Zeugs. Mam sagt, er sei ihr ständig im Weg." David stellte seine Umhängetasche auf dem Boden ab. "Bonington. Ein schöner Name für einen Kater." Lucy nickte zustimmend. "Mam hat ihn nach einem Bergsteiger benannt. Ich weiß nicht, warum. Er könnte nicht einmal auf einen Sitzsack steigen. Na ja, er könnte wahrscheinlich schon, aber wir haben keinen. Das ist auch besser so, denn bestimmt würde er die Kügelchen für Katzenstreu halten und in den Sack machen anstatt in das Katzenklo." "Na wunderbar", sagte David und starrte argwöhnisch auf die Bettdecke.
Er hörte, wie Krallen über den frischen Bettbezug kratzten, und dann tauchte Mrs Pennykettle wieder auf. Ein braun getigerter Kater zappelte in ihren Händen. Ihre roten Locken waren völlig zerzaust und standen zu allen Seiten ab. Sie verzog entschuldigend das Gesicht, setzte Bonington unsanft auf dem Fensterbrett ab und schubste ihn von dort ohne jedes Mitleid in den Garten hinaus.
David wechselte das Thema. "Fahren von hier aus Busse zum College?"
"Jede Menge", sagte Lucy.
"Drei in der Stunde", bestätigte Mrs Pennykettle und brachte ihre Frisur hastig wieder in Ordnung. "Und im Schuppen ist Platz für ein Fahrrad, falls Sie eines haben. Wenn Sie mal den Bus verpassen sollten, kann ich Sie auch jederzeit im Auto in die Stadt mitnehmen - solange es Ihnen nichts ausmacht, sich den Platz mit meinen Drachen zu teilen."
"Ah ja", sagte David und hob den Zeigefinger. Ihm war der Satz auf dem Zettel eingefallen, der am Zeitungskiosk geklebt hatte: Der Interessent muss Kinder und Katzen mögen und ...
"So wie dem hier." Lucy deutete auf ein Regalbrett, das über einem verschlossenen Kamin hing. Darauf saß ein kleiner Drache aus Ton. Er war ganz anders als alles, was David je zuvor gesehen hatte. Er war kein Furcht einflößendes, Feuer speiendes Monster wie jene, die im Mittelalter Jungfrauen raubten. Er war aber auch kein niedlicher oder kitschiger Drache. In den ovalen Augen lag vielmehr ein ungebändigter Stolz, so als wüsste er um seine Bedeutung und seine unbestrittene Stellung in der Welt. Sein schlanker Körper war grün bemalt und an den Rändern seiner Schuppen waren türkisfarbene Tupfer. Mit hoch erhobenem Haupt saß er auf zwei großen Füßen und sein pfeilförmiger Schwanz machte einen schwungvollen Bogen. Vier gezackte Flügel (zwei große, zwei kleine) sprossen wie Fächer aus den Schultern und dem Rücken, auf dessen Mitte eine Reihe spitzer Schuppen verlief, die wie kleine Wimpel aussahen.
David nahm den Drachen in die Hand - und hätte ihn um ein Haar fallen lassen. "Er ist warm", sagte er und blinzelte überrascht.
"Das kommt daher, dass er..."
"Er stand zu lange in der Sonne", fiel Mrs Pennykettle ihrer Tochter schnell ins Wort. Sie nahm David den Drachen ab und setzte ihn sachte wieder auf das Kaminbrett zurück. Ein Sonnenstrahl schien direkt auf ihn.
"Wir haben viele, viele Drachen hier im Haus", sagte Lucy und in ihrer Stimme schwang leichte Aufregung mit. David lächelte und versetzte dem Drachen einen sanften Nasenstüber. Sonderbar, einen Augenblick lang dachte er, auf den großen geblähten Nüstern läge eine feine Schicht Asche. David fuhr mit dem Daumen über die Glasur und befand dann, dass es sich um Staub handeln musste. "Sammelst du sie?"
Lucy schüttelte so heftig den Kopf, dass ihr Pferdeschwanz wippte. "Wir stellen sie her."
"Ich stelle sie her." Liz Pennykettle sah ihre Tochter mit hochgezogenen Augenbrauen an.


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Fachbuch




















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