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Die Durchschnittsfalle

von

Markus Hengstschläger

 

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Imperialismus im Namen Allahs
Imperialismus im Namen Allahs
Von Muhammad bis Osama Bin Laden

von Efraim Karsh
400 Seiten; m. 8 Ktn.;
2007 Dva
ISBN 978-3-421-04237-8

25.70 EUR (inkl. USt.) 
nicht mehr lieferbar

Langtext
Will der Islam die Welt erobern?
Von der ersten arabisch-islamischen Herrschaft im 7. Jahrhundert bis zum Osmanischen Reich war die Geschichte des Mittleren Ostens eine Geschichte von Aufstieg und Niedergang großer Imperien. Nicht zuletzt war sie die eines islamischen imperialistischen Traums. Dieser Traum, so Efraim Karsh, existiert bis zum heutigen Tag, und der 11. September 2001 kann als sein bisher letzter Ausdruck betrachtet werden. Karsh bietet eine neue Sicht auf Geschichte und Gegenwart der muslimischen Welt. Er betrachtet sie nicht als Ausläufer europäischer und amerikanischer Machtpolitik, sondern porträtiert sie als Gegenentwurf zur westlichen Zivilisation und stellt unmissverständlich klar, wonach der Islam strebt, nämlich der Veränderung der Welt nach seinen Vorstellungen. Die Botschaft des Buches ist klar: Der Westen täte gut daran, diese Ambitionen ernst zu nehmen.
Eine brennende Frage - nicht erst seit der Regensburger Rede Papst Benedikts XVI.: Wonach strebt der Islam?
Die beunruhigende und aufrüttelnde Analyse des Nahostexperten und Spezialisten für die Geschichte der islamischen Welt.

Besprechung
Das sachkundige Porträt des Islam eignet sich als Nachschlagewerk und ist gleichzeitig ein spannendes Geschichtsbuch. Südkurier

Textauszug
"Die Frage, wo die tieferen "Wurzeln" der Anschläge vom 11. September 2001 liegen, hat zwei diametral entgegengesetzte Deutungsmuster hervorgerufen. Der ersten Denkschule zufolge waren die Angriffe die jüngste Salve im mehr als tausendjährigen "clash of civilizations" zwischen der Welt des Islam und derjenigen der Christenheit, die gewalttätige Reaktion einer tief frustrierten Kultur, die sich mit ihrem schon lange anhaltenden Niedergang nicht abfinden will. "Jahrhundertelang war der Islam die größte Zivilisation auf Erden - die reichste, mächtigste, schöpferischste auf jedem bedeutenden Feld menschlichen Strebens", schrieb ein prominenter Vertreter dieser Sichtweise. "Doch dann veränderte sich alles, und statt die Christenheit zu erobern und zu beherrschen, wurden die Muslime nun von christlichen Mächten erobert und beherrscht. Der daraus resultierende Frust und Zorn auf das, was ihnen als Umkehrung eines ebenso natürlichen wie göttlichen Gesetzes erschien, ist über Jahrhunderte gewachsen und hat in unseren Tagen einen Höhepunkt erreicht."
Dem sei keineswegs so, behauptet dagegen eine Vielzahl von Wissenschaftlern, Journalisten, Schriftstellern und pensionierten Diplomaten. Die Anschläge seien eine fehlgeleitete, wenn auch nicht völlig unerklärliche Reaktion auf Amerikas arrogante und eigennützige Außenpolitik von seiten einer extremistischen Randgruppe, deren gewalttätige Interpretation des Islam wenig mit dem tatsächlichen Geist und der tatsächlichen Lehre dieser Religion zu tun habe. Nicht nur verbiete der Islam ausdrücklich das Massakrieren unschuldiger Zivilisten, sondern die Berufung auf den jihad im Kontext des 11. September verzerre diesen Begriff völlig, denn damit sei zuerst und vor allem ein inneres Ringen um persönliche Besserung gemeint und kein Heiliger Krieg, wie viele glauben. "Muslime hegten niemals Träume von der Eroberung der Welt", lautet ein typisches Argument dieser Denkrichtung. "Sie führten nichts gegen Europa im Schild, auch wenn die Europäer glaubten, dem sei so. Als die muslimische Herrschaft in Spanien etabliert war, erkannte man, dass sich das Imperium nicht endlos ausdehnen ließ."
Keine dieser Deutungen ist wirklich neu. In beiden spiegelt sich die auf dem Gebiet der Middle Eastern Studies seit dem frühen 20. Jahrhundert verbreitete Auffassung wider, die die Geschichte dieser Region in erster Linie als einen Ausläufer globaler Machtpolitik betrachtet und weniger als Prozess, der durch eine innere, eigenständige Dynamik vorangetrieben wird. Die Vorstellungen von Imperium und Imperialismus werden als weitgehend identisch mit den europäischen Mächten angesehen (zu denen sich dann im 20. Jahrhundert noch die USA gesellen), während der Nahe und Mittlere Osten in dieser Perspektive als das seit langem leidende Opfer dieser ausländischen Übergriffe erscheint. Einige datieren dieses Phänomen auf die Kreuzzüge zurück. Andere betrachten es als Folge des jähen Aufkommens westlicher Imperialmacht und Expansion während des langen 19. Jahrhunderts (1789 1923). Alle aber sind sich darin einig, dass der westliche Imperialismus die Hauptverantwortung für die endemische Malaise trägt, die den Nahen und Mittleren Osten bis heute plagt; das macht schon der Titel eines vor einiger Zeit erschienenen Buches von einem langjährigen Beobachter der Region deutlich: What Went Wrong? Western Impact and Muslim Responses (dt. Der Untergang des Morgenlandes. Warum die islamische Welt die Vormacht verlor).
Es gibt jedoch auch noch eine andere Sichtweise. Sie geht davon aus, dass es sich bei der Erfahrung des Nahen und Mittleren Ostens um den Höhepunkt seit langem bestehender indigener Entwicklungen, Leidenschaften und Verhaltensmuster handelt, und hier zuallererst der jahrtausendealten imperialen Tradition der Region..."

Autor
EFRAIM KARSH ist Leiter des Mediterranean Studies Programme am King's College der University of London. Er kommentiert regelmäßig die Lage im Nahen Osten für Funk und Fernsehen in den USA und in Großbritannien. Efraim Karsh hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, u.a. eine Biographie über Saddam Hussein.

Beschreibung
Will der Islam die Welt erobern?

Von der ersten arabisch-islamischen Herrschaft im 7. Jahrhundert bis zum Osmanischen Reich war die Geschichte des Mittleren Ostens eine Geschichte von Aufstieg und Niedergang großer Imperien. Nicht zuletzt war sie die eines islamischen imperialistischen Traums. Dieser Traum, so Efraim Karsh, existiert bis zum heutigen Tag, und der 11. September 2001 kann als sein bisher letzter Ausdruck betrachtet werden. Karsh bietet eine neue Sicht auf Geschichte und Gegenwart der muslimischen Welt. Er betrachtet sie nicht als Ausläufer europäischer und amerikanischer Machtpolitik, sondern porträtiert sie als Gegenentwurf zur westlichen Zivilisation und stellt unmissverständlich klar, wonach der Islam strebt, nämlich der Veränderung der Welt nach seinen Vorstellungen. Die Botschaft des Buches ist klar: Der Westen täte gut daran, diese Ambitionen ernst zu nehmen.

• Eine brennende Frage – nicht erst seit der Regensburger Rede Papst Benedikts XVI.: Wonach strebt der Islam?
• Die beunruhigende und aufrüttelnde Analyse des Nahostexperten und Spezialisten für die Geschichte der islamischen Welt



Schlagworte
Fachbuch




















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