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Karl Marx, Friedrich Engels: Die deutsche Ideologie
 | Karl Marx, Friedrich Engels: Die deutsche Ideologie
von Herausgeber: Harald Bluhm 240 Seiten; 2009 Akademie-verlag; Arvato Dmr ISBN 978-3-05-004382-1
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|  | Langtext Die "Deutsche Ideologie" enthält zu großen Teilen fragmentarische Textstücke, die Bausteine der historisch-materialistischen Gesellschafts- und Geschichtstheorie bilden, die tief in das 19. Jahrhundert und die Philosophiegeschichte eingebettet ist. Die vornehmlich von Marx und Engels verfasste Schrift ist gleichermaßen Gedankenlaboratorium, polemische Streitschrift und der Beginn der Dogmatisierung. Diese Schwellensituation macht den anhaltenden Reiz der Schrift aus, in der eine Vielzahl von systematischen und methodischen Fragen diskutiert und variiert werden. Das unvollendete Werk hat eine eigentümliche Editionsgeschichte und bis heute steht die Publikation in der MEGA aus. Der interpretative Band in der Reihe Klassiker Auslegen ist international der erste Versuch, das Werk als Ganzes und in seiner Widersprüchlichkeit zu thematisieren und zu kommentieren. In der "Deutschen Ideologie" betreiben Marx und Engels eine Aufhebung bzw. Verwirklichung der Philosophie in positiver Wissenschaft und das Werk steht im Kontext der beginnenden Ausdifferenzierung von Sozialwissenschaften aus der umfassenden praktischen Philosophie Hegels. Aus heutiger Sicht kann man dies sowohl als philosophisch inspirierte Gesellschaftstheorie begreifen, wie auch als eine politische Philosophie, deren Kern eine Kritik an der bürgerlichen Auffassung von Politik ist. Der Text gewährt Einblicke, in den Prozess der Formierung einer neuartigen Form von Makrotheorie, wobei sich neben dem klassentheoretisch-kollektivistischen, individualistische, philosophisch-normative und positivistische Ansätze in ihr finden. Solche Spannungen werden in den Kommentaren ausgelotet und in ihrer Widersprüchlichkeit diskutiert. Die Interpretationen entwickeln jenseits alter Frontstellungen einen frischen Blick, mit dem die Vielfalt, Anregungen und die Fallstricke und Defizite der divergierenden Ansätze, die sich in der "Deutschen Ideologie" finden lassen, prinzipiell erörtert werden. Neben den Kommentaren zu den systematischen Problemen enthält der Band Interpretationen zu den polemischen Auseinandersetzungen mit Stirner, Bruno Bauer, Feuerbach und dem deutschen Sozialismus . Mit Beiträgen von: H. Bluhm, M. Bohlender, W. Eßbach, Ch. Hennig, G. Hindrichs, A. MacIntyre, St. Koslowski, M. Quante, K. Roth, D. Thomä, U. Tietz und Ch. Weckwerth
Biografische Anmerkung zu den Verfassern PD Dr. Harald Bluhm ist Politikwissenschaftler an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Besprechung "Die Bände der Reihe Klassiker auslegen dürften zu den standardmäßig verwendeten Hilfsmitteln in der Lehre gehören; sie beweisen nicht zuletzt, daß es in der Philosophie nicht wirklich ohne Klassiker geht [...]." Till Kinzel in: Informationsmittel, November 2011 "Der Band ist ein nützliches Hilfsmittel zum Verständnis einer Schrift, die man in vieler Hinsicht als abgesunkenes Kulturgut zu betrachten geneigt ist. Es zeigt sich aber, daß die dort verhandelten Sachen immer noch und immer wieder auf zentrale Probleme des menschlichen Zusammenlebens un der Reaktion auf Formen der Unterdrückung bezogen sind." In: Informationsmittel (IFB), August 2010 "Der Band versammelt sehr unterschiedliche Stimmen, die die Vielfältigkeit der 'Deutschen Ideologie' in ihren zum Teil wiedersprechenden Interpretationen lebendig machen. [...] Der Leser erhält zusätzlich zu den wesentlichen Argumenten des Textes, der zu den kompliziertesten Schriften von Marx und Engels gehört, ein ausgewogenes Panorama heutiger Marxismus-Forschung." Thomas Meyer in: Frankfurter Rundschau vom 27. August 2010 "[Bei diesem Band handelt es sich] um eine Interpretation, die selbst noch Interpretationen zulässt und dazu verleitet, das Original ganz neu zu lesen." In: ZPol - Zeitschrift für Politikwissenschaft, 10. März 2010
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